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Die Freiheit ist ein grundlegendes Recht für Tiere

Kurzbeschreibung

Warum ist die Freiheit so wichtig?

In Gesetzestexten vieler Länder ist Freiheit das erste und wichtigste, grundlegende Recht. Und grundlegende Rechte sind unbestritten.

In der Religion
Die Geschichte der Freiheit als Grundlage für unsere Gesetze beginnt lange vor der Geburt Christi. Auch in den religiösen Geboten erscheint Freiheit als der wichtigste Aspekt der Gläubigen. Letztlich kann der Satz Gehe mit anderen so um, wie mit dir selbst. übersetzt werden nach Wo die Freiheit eines anderen anfängt, hört die eigene Freiheit auf. Dieses Prinzip ist auch bekannt als die Goldene Regel, das Zentrum der gesamten menschlichen Ethik. Es ist jedoch manchmal notwendig, dieses grundlegende Recht aus dem zivilen oder religiösen Gesetz herbeizuziehen, weil wir dazu neigen die Grenzen anderer Personen zu überqueren also deren Freiheit verringern. Das tun wir nicht immer mit Absicht. Oft nehmen wir das erst wahr, nachdem die Grenze überschritten wurde.

Die Gesundheit
Die Bedeutung der Freiheit ist ähnlich derjenigen der Gesundheit. Die Gesundheit ist eine Form der Freiheit. Wir wissen nicht sicher, ob Tiere leiden können und erkranken, wenn sie ihrer Freiheit beraubt werden. Wir wissen jedoch, daß Tiere alles tun werden, um sich zu befreien. Daß ein Tier in Gefangenschaft leidet, ist oft an seinem Verhalten zu erkennen. Ein häufiges Beispiel ist die rastlos-rhythmische, schwingende Bewegung, die ein Polarbär macht, wenn seine Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist.

Die Natur
In der Natur ist Freiheit selbstverständlich. Der Ausdruck freie Natur ist ein Beweis. Der Mangel an Freiheit bei Tieren existiert nur in der Krankheit oder im Alter, aber glücklicherweise befreit der Tod dann schnell das Tier von seinen Leiden. In der Natur nimmt keine der vielen Spezies einer anderen Spezies die Freiheit, abgesehen davon, wenn ein Räuber ein Beutetier tötet, um zu überleben. Weder für Vegetarier noch für Allesesser ist es ein Problem, wenn Tiere sich von Tieren ernähren, denn es ist logisch: daß etwa ein Löwe sich nur von Fleisch ernähren kann, ist bio-logisch so festgelegt worden. Doch der Mensch müßte Fleisch nicht essen, um zu leben.

Freiheit, Ethik und Verantwortung

Freiheit ist eine gute Basis der Ethik. Was die Freiheit vergrößert ist richtig, was sie verringert ist falsch. Aber Freiheit kann nicht ohne Grenzen sein. Wer legt diese Grenzen nun fest? Freiheit bringt dem Individuum mehr Verantwortung, doch nicht jeder Mensch möchte mehr Verantwortung übernehmen; und deshalb entscheiden sich einige Menschen gewollt oder ungewollt für weniger Freiheit, und glauben sich dann freier. Jeder hat das Recht seine Grenzen zu ziehen, wenn er nicht die Grenzen eines anderen verletzt, doch Abgrenzung sollte nicht erzwungen oder befördert werden.

Tiere als Objekt des Gesetzes

Im modernen Gesetz sind die Rechte der Masse der Zucht- und Nutztiere bedeutungslos, weil das Gesetz sie als Objekte und nicht als Subjekte erachtet: das Tier ist ein Ding. Es ist nicht rechtens, daß kein Unterschied zwischen einem Ding und einem Tier gemacht wird. Es muß so weit kommen, daß das Tier den Status „Lebewesen“ bekommt und daß nach dem Gesetz Produzenten eine kriminelle Handlung begehen, falls sie den Tieren das Recht auf Freiheit verwehren.

Schutz als moralische Verpflichtung


Sie haben Mittel zum Schutz unserer Personenrechte. Die Polizei und das Justizministerium sind verpflichtet, Straftäter nur solange als nötig festzuhalten. In unserem Rechtssystem ist Freiheit derart garantiert, daß sogar Straftäter Recht auf Freiheit besitzen. Wenn Gespräche nicht helfen, kann es notwendig sein, den Straftäter aus moralischen und ethischen Gründen zu zwingen, die Grenzen eines anderen zu respektieren. Es ist die Pflicht einer modernen Gesellschaft, Schwächere zu schützen. Nun sind Tiere gegenüber dem Produzenten ja in der schwächeren Position, sie können nicht für ihre Belange sprechen. Zwar herrscht in der Natur das Gesetz, daß nur der Stärkste überlebt, aber den gesellschaftlichen Naturzustand haben wir doch wohl schon hinter uns gelassen? Wenn wir den Schwächeren schützen und Freiheit garantieren, überschreiten wir in gutem Sinne die Natur.

Intensive Landwirtschaftsmethoden verringeren.

Müssen Gesetze, Grenzen für Massentierhaltung her, oder verletzen wir dadurch wiederum die Freiheit der Produzenten? Wir sagen: ja,denn wir haben ja bereits gelernt, daß auch für Nutz- und Zuchttier die Freiheit ein Grundrecht darstellt. Das soll nicht keinesfalls heißen, daß nun nicht mehr gezüchtet und geschlachtet und Fleisch gegessen werden darf; das Recht zu leben in der Gesetzgebung nicht einmal Menschen garantiert; das ist nicht vorgesehen, weil wir unter extremen Umständen wie Krieg oder Selbstverteidigung das Recht benötigen, einen Anderen zu töten.

Ich kann mich jedoch verpflichten, kein Fleisch zu essen – auch wenn man kein Vegetarier ist; ich tue das dann freiwillig und darf andere Menschen nicht dazu zwingen.

Der Massentierhaltung ein Ende setzen

In Systemen der Massentierhaltung werden die von uns gewollten Verfassungsrechte der Tiere, Recht auf Freiheit und natürliches Verhalten, verletzt. Was tut eigentlich die Politik dagegen?

In einer noch zivilisierteren Gesellschaft, werden die grundlegenden Rechte der Tiere respektiert und auf Dauer garantiert; zwar werden freilich noch einige Tiere gegessen, aber vor dem Tod wird das Tier ein lebenswertes Leben gehabt haben. Um das zu erreichen, müsse eine Regierung: die moralische Pflicht wahrnehmen, alle Massentierhaltungen abzuschaffen und eine Bewirtschaftungsform einzurichten, welche das Wohl und die Freiheit der Tiere zugrunde legt.

Tiere haben Rechte, aber welche?

Kurzbeschreibung

Auf welcher Basis müssten den Tieren Rechte zuerkannt werden?


Den Tieren müßte diese Frage gestellt werden, aber leider können wir sie nicht verstehen. Sie können nur stumm oder auf ihre Art und Weise gegen Mißhandlungen protestieren. Die Antwort kann deshalb nur der Mensch dem Menschen geben.
Als Basis für Tierrechte kommen in Frage: intrinsische, d. h. von innen kommende Werte, Wohlsein, Respekt, Freiheit, natürliches Betragen, Gleichheit, Mitleid usw. Viele dieser Konzepte erscheinen brauchbar bei konkreten und praktischen Situationen, doch müssen dabei weitere Punkte beachtet werden:

  1. Rechte für Tiere müssen so formuliert werden, daß sie umsetzbar sind und daß sie Kritik standhalten.
  2. Tierrechte gelten für alle Tiere, von der wilden A-meise bis zum Zuchtschwein.
  3. Unterschiedliche Tierarten brauchen auch der Art entsprechende Rechte.
  4. Tierrechte gelten für Menschen – und Menschen müssen sich darauf berufen können. Tiere können natürlich nicht an Pflichten gebunden sein.
  5. Der Tod nimmt eine besondere Position ein: Schlachten, Regulierjagd, Berufsfischerei usw. Hier muß geregelt sein, daß der Tod eines Tiers schnell und schmerzlos und nicht sinnlos ist – z.B. der nicht gewollte Beifang.
  6. Auch in der Schädlingsbekämpfung sollte ein möglichst schnell und gut wirkendes Mittel angewendet werden.
  7. Die Rechte der Tierart zählen höher als die eines Einzeltieres: wenn eine Tier- oder Pflanzenart auszusterben droht, darf der Mensch die Art retten, auch wenn er dabei einzelne Tiere schädigt.
  8. Zudem muß verhindert werden, daß eine Tier (Schwein, Lachs) in extremen Ausmaßen für den Export gezüchtet oder gefangen wird; je größer die Masse, die gezüchtet oder gefangen wird, umso tierfeindlicher geschieht dies meist; auch die Nachfrage ist meist unnatürlich hoch.


Existiert ein juristischer Ausgangspunkt, der anwendbar sei und ausreiche?

Wie beim Menschen ist auch beim Tiere das Recht auf Freiheit als Konzept brauchbar. Freiheit ist aber ein paradoxes Konzept, denn es müssen Anfang und Ende der Freiheit bestimmt werden; sonst ist sie als Konzept nicht ausführbar. Für die Praxis müssen wir angeben, was alles Freiheit nicht ist: alles, was dem Tier ein natürliches Verhalten unmöglich macht.
Grenzen gelten für Menschen und für Tiere, und gerade das ist ein Vorteil. Wir können an eine untere Grenze der Freiheit denken aber auch an physische, z.B. Zäune.

Ein wichtiger Vorteil der Freiheit ist, daß sie hier eine Obergrenze setzt, nämlich die Pflicht sich für Tierrechte einzusetzen. Sobald das Recht auf Freiheit garantiert ist, fällt die Verantwortung des Menschen teilweise weg, und er muß der weiteren Entwickelung nur noch zusehen.
Das Freiheitsrecht führt vor allem zum natürlichen Verhalten des Tiers. Wie es sich dann frei und eigenartig auslebt, ist nicht wichtig, sondern daß es das tut. Für Tiere in der freien Natur ist es genug, ein natürliches und kein menschliches Gleichgewicht der Natur zu sichern. Haus- und Nutztiere, es kann nicht oft genug gesagt werden, müssen sich natürlich frei verhalten können. Recht auf Freiheit bedeutet zudem körperliche Integrität: keine unnatürlichen Eingriffe am Körper wie etwa Schnäbelkappen, keine Kastration von Ferkeln, keine genetischen Manipulationen.

Universelle Rechte auch für Tiere

Ein Tier ist weder "eine Sache" wie eine Maschine, noch ist es ein Sklave. Es ist ein lebendes Geschöpf mit Gefühlen und Rechten.

Wir sind der Meinung, dass diese Rechte auf dem gleichen Grundsatz basieren sollten wie die Menschenrechte, nämlich dem Grundsatz der Freiheit.

Die Stiftung "Animal Freedom" hat es sich zum Ziel gesetzt, über den Austausch von Ideen und über zugelassene Aktionen einem Ende der Massentierhaltung und Rituelles Schlachten entgegen zu wirken.

Besonders eingesperrte Tiere in der Massentierhaltung (Bio-Industrie) werden ihrer Freiheit beraubt.

Für ihr eigenes Wohl sollten alle Tiere ausreichend Möglichkeit zum natürlichen Leben haben.

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